Wildes Indien

Himalaya zwischen Tibet und Burma

4. Mai 2013 bis 19. Januar 2014

«Dieses Land ist nicht wie unser Land, sein Himmel nicht wie unser Himmel...» schrieb vor 300 Jahren der König von Assam über die undurchdringlichen Bergwälder des indischen Osthimalaya. Und tatsächlich: Der aus den Randgebieten Assams hervorgegangene indische Bundesstaat Arunachal Pradesh ist aufgrund seiner Völkervielfalt und gewaltigen Naturschönheiten wohl weltweit unvergleichlich. 110 verschiedenen, zwischen Buddhismus und Geisterglaube stehenden Volksstämmen bietet der in weiten Teilen noch unberührte Regenwald Lebensraum. Archaisch anmutende Formen des Zusammenlebens wie Vielehen in Langhäusern, der Klan als gesellschaftliches Bezugssystem, Blutrache, Tieropfer und Kopfjagd haben sich erhalten. Zusammen mit Gastkurator Peter van Ham zeigt das Historische und Völkerkundemuseum St. Gallen die weltweit erste umfassende Ausstellung zum Osthimalaya. Ergänzt wird die Ausstellung mit zwei Themenfenstern. Das eine wirft einen Blick auf die 400-jährigen Kontakte St.Gallens zum indischen Subkontinent, das andere zeigt, wie englische Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts Indien gesehen haben.